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Donnerstag, 30. April 2015 17:51

Wir haben es geschafft - Examen 2015

Erfahrungsbericht einer Absolventin über drei aufregenden Ausbildungsjahre

Bericht 1: Anna Maria Kurs 2012/2015

Hallo Ihr Lieben,

in diesem kurzen Bericht möchte ich euch über meine drei aufregenden Ausbildungsjahre erzählen.


Bei unserem Vorstellungsgespräch wurden wir sehr nett und, was noch wichtiger war, beruhigend in Empfang genommen. Bei großem Buffet und ab und an ins Gespräch mit Hebammenschülerinnen und Lehrerinnen der Schule vertieft, konnten wir Bewerberinnen uns austauschen. Das Gespräch selbst war zwanglos und alle konnten mit gutem Gefühl nach Hause zurückkehren.
Die große Erleichterung folgte bei mir an Heiligabend als ich meinen Ausbildungsvertrag erhielt.


Der erste Schultag war natürlich für alle sehr aufregend; 15 völlig verschiedene Mädels mit dem gleichen großen Ziel: innerhalb von drei Jahren zu guten Hebammen werden, trafen aufeinander und hatten die Möglichkeit sich besser kennenzulernen.

So vergingen die ersten Wochen in freudiger Erwartung endlich praktisch arbeiten zu können, aber gleichzeitig auch froh über die für uns gewohnte Art Unterricht zu lauschen und zu erfahren wie die folgenden Jahre verlaufen würden.

Ich selbst war im Diakonissenkrankenhaus eingesetzt, einer eher kleineren Klinik, von deren familiärer Atmosphäre ich von Anfang an sehr angetan war. Gleich zu Beginn unserer Praxiseinsätze konnten wir, immer noch einen "Welpenschutz" genießend, unsere ersten Erfahrungen sammeln und erste Verantwortung übernehmen mit Hilfe von Bezugskrankenschwestern und -hebammen. So verflog das erste Jahr im Nu mit wechselnden Schul- und Praxiswochen.

Zu Beginn des Mittelkurses, also des zweiten Ausbildungsjahres, wo der "Ernst des Lebens" nun mal beginnt ;) , die große Überraschung: ich war schwanger. Nach kurzer Überlegung meinerseits stand der Entschluss fest, dass ich nach möglichst schnell wieder einsteigen wollte.

Zwar ist es nicht unbedingt zu empfehlen es mir im Hinblick auf die Arbeitsbelastung gleich zu tun, aber rückblickend kann ich sagen, dass alles sehr gut gelaufen ist: von Schul- und Kreißsaalteam und im Besonderen von den Praxisanleiterinnen unterstützt, konnte ich die Ausbildung mit nur einem Monat Verzögerung beenden.

Auf Prüfungen, wie die Zwischenprüfung und das Examen, wurden wir immer gut vorbereitet, ob alle zusammen in der Schule durch die Fachdozenten oder in der Praxis durch klinische Unterrichte und Anleiterdienste. Das "Fördern und Fordern" hielt sich gut in der Waage damit uns nicht zu überfordern und uns Raum für die Selbstentfaltung zu geben. Mit dem Ende unserer Ausbildung sind wir nicht nur unserem Ziel gute Hebammen zu werden einen erheblichen Schritt näher gekommen, sondern auch persönlich an manchmal groß erscheinenden Herausforderungen gewachsen und weiter zu selbstbestimmten Frauen mit einem Plan davon, wie wir selbst gerne Geburtshilfe gestalten wollen, gediehen.

Alles in Allem werde ich gerne nach Karlsruhe zurückkehren und freue mich darauf, meine lieben Kolleginnen in Schule und Krankenhaus wiederzusehen.
Liebe Grüße von Anna Maria, Kurs 2012/2015

Bericht 2: Debora Freienstein Kurs 2012/2015

Hallo,

ich freue mich euch heute einen kleinen Rückblick über die letzten drei aufregenden Ausbildungsjahre geben zu dürfen.
Ich kann mich noch gut an den Tag des Vorstellungsgespräches erinnern: die Schule sah zwar von außen nicht wie eine typische Hebammenschule aus, doch innen wurden wir direkt sehr herzlich und warm empfangen.
Viele Schülerinnen und auch Lehrerinnen der Hebammenschule waren anwesend und erzählten ein bisschen von der Ausbildung, so dass die Wartezeit im Nu verging und ich mich direkt willkommen gefühlt habe. Ich finde gerade die familiäre Stimmung macht die Hebammenschule Karlsruhe so besonders, denn der erste Eindruck bestätigte sich auch durchweg in den letzten drei Jahren meiner Ausbildung.
Wir wurden intensiv betreut, uns wurde vertraut und man hatte das Gefühl, dass immer jemand ein offenes Ohr für uns hat und uns hilft, falls wir mal nicht weiter wussten.
Ich bin sehr glücklich, dass ich mein Ziel, Hebamme werden, an der Hebammenschule Karlsruhe erreichen konnte und würde es auf jeden Fall jedem empfehlen.
Zurückblickend vergingen die drei Jahre sehr schnell, wir lernten uns (zu Beginn 15 Mädels) immer besser kennen. Manche wohnten in einem Wohnheim der jeweiligen drei Krankenhäuser oder aber gründeten WG’s zum geselligen zusammenleben. Während der Ausbildung gab es spezielle Projekte unter anderem das Kommunikationsseminar in Frankreich, das große Beikostprojekt zu Beginn des 3. Lehrjahres, nicht zu vergessen die tolle Kursfahrt und natürlich Themenblöcke, die das werdende Hebammenherz höher schlagen ließen:
Ein Rückbildungskurs, ein Geburtsvorbereitungskurs und das Trauerseminar!

Vielleicht berichte ich euch noch etwas über die allgemeinen Strukturen:
Also da es ja drei Krankenhäuser gibt wird während der Vorstellungsgespräche schon unter den Kliniken entschieden wer in welchem Haus angestellt sein wird. Trotzdem bekommt man aber die Möglichkeit ein anderes Krankenhaus ebenfalls kennen zu lernen. Jeder wird einmal im Städtischen Klinikum eingesetzt und die Auszubildenden vom Städtischen kommen entweder ins Diak oder in die Marienklinik, insgesamt mindestens 8 Wochen als Fremdeinsatz im Kreißsaal.
Außerdem waren wir alle zweimal in der Kinderklinik am Städtischen Krankenhaus eingesetzt, was ich sehr wertvoll empfand und uns allen einen Lernzuwachs brachte.

Mein Ausbildungskrankenhaus war das Diakonissenkrankenhaus in Rüppurr und da kann ich bestätigen, dass wir alle sehr zufrieden und dankbar sind einen tollen Grundstein für unser Hebammensein gelegt bekommen zu haben.
Die Atmosphäre auch dort war sehr herzlich und was ich wirklich toll finde ist die besondere Geburtshilfe, die uns mit auf den Weg gegeben wurde. Sie ist familienorientiert, man legt viel Wert auf die Bindung, das Stillen, Geborgenheit und Ruhe. Daher blickt man einfach gerne zurück.
Unsere beiden Praxisanleiterinnen unterstützen uns auch wo sie konnten und diesen Rückhalt spürte man auch vom gesamten Hebammenteam. Während des ersten Ausbildungsjahres wurde uns jeweils eine oder aber auch zwei  Hebammen zugeteilt, so dass man seine Lernziele gut erreichen konnte. Zu Beginn wurde man durch dieses gute Konzept der Bezugshebamme etwas „an die Hand genommen“, um die ersten Schritte in einem neuen Kreißsaal zu machen und um im Verlauf immer selbstständiger zu werden.

Nun ist die Zeit vorbei und ich finde, dass uns die Ausbildung gut auf das jetzige Arbeitsfeld vorbereitet hat. Egal wo man gerade ist, ob Vollzeit in einem Kreißsaal angestellt, im fernen Afrika die Geburtshilfe erkundet und unterstützt oder sich aber für die Freiberuflichkeit entscheidet die Hebammenschule Karlsruhe ist und war meiner Meinung nach eine tolle Schule und ich würde definitiv den gleichen Weg nochmal gehen.

Ich wünsche euch alles Gute,
Debora Freienstein, Kurs 2012/2015